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„Ein Garten ist eine Kunstnatur“, stellte der österreichische Schriftsteller Robert Edler von Musil in der Wende zum 20. Jahrhundert fest. Kann Natur denn Kunst sein? Folgt man den Worten des Landschaftsplaners Hermann Fürst von Pückler, muss Natur gar durch gestalterische Hand „wie eine Gemäldegalerie sein, alle paar Schritte soll man ein neues Bild sehen“.
Ein kunstvoll gestalteter Garten lebt auch durch die Vielfalt seiner Formen: Stauden und Gehölze unterschiedlicher Größe und Wuchsform, mit länglichen oder ovalen Blättern, mit ballförmigen oder federartigen, einfachen oder gefüllten Blüten. Für Struktur sorgen Pflanzen, die bodendeckend in die Breite oder aber an Wänden oder Bögen in die Höhe wachsen. In Kegel oder Kugel geschnittener Buchs setzt klassische Akzente. Dazu gibt es eine Begleitung aus verschiedenen Düften und auch Klängen, wenn hohe Gräser im Wind rascheln oder Wasser leise plätschert.
Die Möglichkeiten, aus einem Garten einen individuellen Traumgarten zu machen, der zum Haus und seinen Bewohnern passt, sind zahlreich! Das ist heute die wahre Kunst des Landschaftsgärtners: Die Wünsche der Besitzer an ihren Garten ebenso erfüllen, wie die Ansprüche der einzelnen Pflanzen, die lokalen klimatischen Gegebenheiten einzubeziehen und dafür zu sorgen, dass der Garten das ganze Jahr über schön ist.
Dabei können wir auf unzählige Erfahrungswerte und Stile zurückgreifen, um uns inspirieren zu lassen, denn die Kunst der Landschaftsgestaltung reicht bis in die Antike zurück. Dass sie anders als etwa die Architektur oder die Malerei dabei nicht statisch, sondern im Zusammenspiel mit der Natur auf Veränderung ausgelegt ist, macht sie bis heute spannend: Gartenbesitzer profitieren von den Erfahrungen vieler Generationen.
"Man muß nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.“ ( Persisches Sprichwort ) |
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